Betreff: Diskretion bleibt trotz Covid-Contact-Tracing zu 100% gewährleistet!

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Claudio1
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- Member aus Zürich

17. Juni 2020 13:06


Offenbar gibt es viele Missverständnisse betreffend der Covid-Vorschriften im Bereich der Prostitution. Vorallem beim sogenannten Contact-Tracing herrscht sehr grosse Unsicherheit. Diese Unsicherheit wird durch die "Meinungs-Kakophonie" auf vielen Sexforen und anderen Social-Media-Plattformen noch verstärkt. Daher machen sich viele Männer Sorgen, dass die Diskretion im Paysex nicht mehr möglich ist. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Das Contact-Tracing muss mit höchster Diskretion unter Einhaltung aller Datenschutzvorschriften erfolgen. Sonst macht sich nämlich die Anbieterin, bzw. das Etablissement strafbar! 

Es ist also NICHT so, dass die Ehefrau oder Freundin plötzlich von den erotischen Abenteuern ihres Partners erfährt! Dies gilt in jedem Fall für seriöse Anbieterinnen und seriöse Etablissements. Zwielichtige Anbieter/-innen waren diesbezüglich schon immer ein Risiko (auch vor Covid).

Hier die wichtigste offiziellen Verordnungs-Grundlagen zusammengefasst (Quelle BAG): 

  • Contact Tracing im Bereich Prostitution bedeutet, dass ein Besucher dem Betrieb oder der Anbieterin seine Kontaktdaten bekanntgeben muss (z.B. Telefonnummer oder Mailadresse).

  • Diese Daten werden NICHT an irgendwelche Behörden weitergegeben, sondern bleiben für 2 Wochen bei der Anbieterin. Man wird also nicht zentral registriert! Die Daten dienen einzig dazu, dass die Anbieterin ihre Besucher informieren kann, falls sie innerhalb von 2 Wochen erkranken sollte. So kann der Besucher dann selbst Massnahmen zu seinem Schutz (z.B. Arztbesuch) treffen und verhindern, dass er weitere Personen ansteckt.

  • Die Kontaktdaten müssen 2 Wochen nach dem Besuch zwingend vernichtet werden. 


Nachfolgend die wichtigsten Passagen aus den Covid-Verordnungen des Bundes: 

Artikel 6a: Anbieter/innen von Erotikdienstleistungen (Prostitution) müssen ein Schutzkonzept haben. Zentraler Punkt dieses Schutzkonzept ist das sogenannte Contact-Tracing. Kommt es in Erotikbetrieben und Angeboten der Prostitution (einschliesslich solcher in privaten Räumlichkeiten) zwischen anwesenden Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben, zu einem engen Kontakt, gilt  Artikel 6e zur Erhebung von Kontaktdaten.

Artikel 6e: Zwecks eines effizienten Contact Tracings ist es notwendig, dass die Kontaktdaten von Personen, die sich in einer Einrichtung in epidemiologisch relevanter Weise genähert haben (sog. "enger Kontakt"), für die zuständigen kantonalen Behörden verfügbar sind. Den Betreibern steht es im Rahmen der Ausarbeitung des Schutzkonzepts frei, wie sie die bezeichneten Kontaktdaten (Vor und Nachname, Telefonnummer) erheben; dies ist etwa mittels Reservations- und Kaufsystemen für Tickets, mittels Präsenzlisten oder via Mitgliederlisten von Clubs möglich. Schliesslich wird explizit festgehalten, dass die eigens zu den genannten epidemiologischen Zwecken bestimmten Daten nicht zu weiteren Zwecken, etwa zu Marketingzwecken, verwendet werden dürfen. Sie dürfen deshalb nur 14 Tage lang aufbewahrt und müssen anschliessend sofort gelöscht werden. 



Mistress Alegra
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- Sex in Uster

17. Juni 2020 13:33


100% korrekt, danke, das wurde auch mal Zeit, dass das mal so zusammengefasst wurde. So viel Halbwissen/Spekulation in den Foren, dass ist echt zum Mäusemelken. Genauso und nicht anders wird's gehandhabt und jeder seriöse Betrieb bzw. jede seriöse Dame hält sich daran. Schliesslich würden sie sich sonst den Ast absägen, auf dem sie sitzen und das tut dann empfindlich weh (wie von dir oben schon erläutert). Also merci für die Präzisierung. Hoffe es lesen auch alle.  

Marco
3
- Member aus Zug

17. Juni 2020 14:10


Gute Illustration - nicht nur für die Damen sondern auch für die Herren. Danke Claudio.

Claudio1
1
- Member aus Zürich

17. Juni 2020 19:39


Danke Alegra und Marco...auf anderen Schweizer Sex-Foren gehts leider schon wieder los: Die Pappnasen spekulieren schon wieder und suhlen sich in irgendwelchen Verschwörungs-Theorien.  Aber deren Ziel ist es ja einzig und alleine die Leute zu verunsichern, bzw. deren düstere Weltbilder zu propagieren. Traurig!

Mistress Alegra
3
- Sex in Uster

18. Juni 2020 06:26


Ich weiss, ich lese dort immer still und leise mit und kann nur den Kopf schütteln. Unglaublich. Aber ist ja bekannt, dass dieses besagte "Forum" alles andere als seriös ist. Aber das ist ne andere Story. 

Bei jeder seriösen Domina ist das eh nix Neues. Wir haben immer schon so gearbeitet, völlig unabhängig von Corona. Sowohl was Name und Telefon Nr oder E-Mail Adresse, als auch was Sauberkeit, Gesundheit, Hygiene, Sicherheit und Schutz anbelangt.

Das Problem ist die ganze Puffgänger-Szene, so à la "ich bin jetzt geil und fahr da mal spontan hin und schaue, wer gerade frei ist". Die sind sich das nicht gewöhnt, für sie ist es neu und daher suspekt. Aber wo bleibt der gesunde Menschenverstand. Keiner von denen studiert, wo sie tagtäglich im realen und im online Leben überall ihre Daten lassen. Und davon extrem viel mehr als nur eine Handy-Nummer. Aber da machen sie bedenkenlos und mehr als freiwillig täglich den vollen Daten-Striptease. Das soll mal einer verstehen. 

Obelix
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- Member aus Chur

18. Juni 2020 07:35


Super Post klar und deutlich Danke

CH Milf Anna
5
- Sex in Lenzburg

18. Juni 2020 20:28


ganz gut geschrieben von euch. da schliesse ich mich allen an. für mich hat sich im moment eh nicht viel geändert. ohne Telefonnummer gabs bei mir noch nie ein treffen. Hygiene sollte ohnehin normal sein. und auf küssen sollte man noch ein bisschen verzichten können...

chaot
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- Member aus Sankt Gallen

19. Juni 2020 08:32


Wen alle Damen gleich diskret wären und natürlich auch die Herren,wäre dies kein Problem und vorallem nicht, Telefonnummer oder so zu hinterlassen.Auf kü¨ssen verzichten fällt jedoch schweer,vorallem bei so einer netten wie die Anna und die andern Ladies die ich hier kennen lernen und besuchen durfte.Aber das wird man/n und Frau sicher hinkriegen.;-)

BigCock
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- Member aus Zürich

20. Juni 2020 08:56


Ich glaube, bei den meisten ist küssen auch kein Problem mehr. Gerade bei jenen, die GFS anbieten, dürfte es sonst schwierig werden, einen befriedigenden Service anzubieten. Das gleiche gilt für FO.

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