Betreff: Coronavirus in Sex?

Nick
3
- Member aus

10. März 2020 14:03


Hallo


Coronavirus, reden wir darüber? Was wissen Sie über das Coronavirus innerhalb der Prostitution? Welche Empfehlungen haben Sie?

Ich danke Ihnen.

Claudio1
1
- Member aus Zürich

10. März 2020 15:33


Bleiben wir bei den nüchternen Tatsachen. Ich beziehe mich dabei auf die Daten vom BAG und von der WHO:

Im Moment (Stand 10.3.2020) wurden in der Schweiz gerade mal 476 Personen positiv auf Covid-19 (=aktuelles Corona-Virus) getestet. 

Die drei durch COVID-19 verursachten Todesfälle in der Schweiz betrafen chronisch kranke und betagte Menschen. Menschen, die höchstwahrscheinlich auch am normalen Grippevirus gestorben wären. 

Das Virus ist also immer noch äusserst schwach verbreitet, wenngleich die Ansteckungs-Rate sicher noch massiv steigt.  Um weitere Todesfälle zu vermeiden, ist es sicher sinnvoll, betagte und gesundheitlich vorbelastete Menschen zu schützen. Dies ist aber nichts Neues: Das galt schon immer im Zusammenhang mit unserem alt bekannten Grippe-Virus.  Ebenfalls sinvoll ist es sicher, dass Grossveranstaltungen, an welchen sich viele Menschen auf engstem Raum aufhalten, verboten worden sind.  Aber sich bei normalen Einzelkontakten mit wenigen Menschen anzustecken, ist rein statistisch gesehen extrem tief! Um Potenzen tiefer, als mit dem Grippe-Virus angesteckt zu werden, was ja für Risikogruppen auch nicht ungefährlich ist. Zudem: Das Coronavirus ist zwar virulenter als die Grippeviren und in Einzelfällen auch aggressiver. Dennoch: Covid-19 ist nicht das Killervirus, wie wir es aus Hollywood-Katastropenfilmen kennen!

Fazit: Rudelbumsen mit dutzenden von Personen in Grossbordellen ist im Moment vielleicht nicht gerade angesagt. Aber normale diskrete Paysex-Abenteuer sind statistisch gesehen nicht nennenswert riskanter als früher. Im Paysex lauern die gesundheitlichen Risiken woanders - nämlich dort, wo sie schon immer lauerten: Geschlechtskrankheiten. Gegen diese kann man sich aber perfekt schützen, wenn man sich an die Safer-Sex-Regeln hält. 

CH Milf Anna
5
- Sex in Lenzburg

11. März 2020 08:07


@Claudio1 da teile ich diese Meinungen leider nicht ganz. ich finde es auch tragisch wie man das einte mit dem anderen vergleichen kann. Zumal die Grippe eine Sterberate von höchstens 0,2% zeigt. Das Sars-Cov2-2 hingegeben verursacht eine Sterberate von über 3%. 

aber wir sind ja der Meinung dass wir das heilige Land sind und uns nichts passiert. denn was sind schon alte Menschen wert nicht wahr? Im schlimmsten Fall nur ne Last für unser System, welches ohnehin ein Problem mit der Überalterung hat. 

ich finde die Einstellung sehr traurig, denn jeder von uns kennt doch ältere oder kranke Menschen? Die müssen wir auf jeden Fall schützen! 

und nicht nach dem Motto "nach mir die Sintflut" 

@Nick und zu deiner Frage, ich denke die Damen machen alle weiter. Wie auch Du in deinem Job weitermachst. Einfach etwas vorsichtiger, mehr Hände waschen, Desinfizieren und nochmals Hände waschen.

Claudio1
1
- Member aus Zürich

11. März 2020 09:21


Anna: Bitte lies zuerst genau, bevor du antwortest. Ich verharmlose Covid-19 in keiner Weise. Ich habe ja geschrieben, dass das Virus für alte und chronisch kranke Menschen durchaus ernst zu nehmen ist. Daher habe ich ja erwähnt, dass die Massnahmen der Behörden sinnvoll sind: Es ist wichtig, betagte (alte) und gesundheitlich vorbelastete Menschen zu schützen und Grossveranstaltungen abzusagen. Ebenso die Hygienemassnahmen (Hände waschen, social distancing in grossen Menschenansammlungen etc. ). Zudem gilt es die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Und zwar aus 4 Gründen: 

  • Die Spitäler sind schon jetzt am Anschlag. Wenn nun plötzlich ganz viele Intensiv-Patienten aufs mal kommen, kann eine seriöse Versorgung/Behandlung nicht mehr sicher gestellt werden. Dann hätte es zu wenig Plätze. Wenn die Neu-Infektionskurve jedoch abflacht, werden Plätze von "geheilten" Patienten wieder frei. 
  • Mit den wärmeren Themperaturen im Frühling/Sommer ist ein Rückgang von Neuinfektionen sehr wahrscheinlich. Viren "hassen" UV-Licht und Wärme. Zudem hält man sich dann auch mehr im Freien, statt in geschlossenen Räumen auf. 
  • Je länger das Virus sich ausbreitet, desto stärker mutiert es in eine harmlosere/sanfte und ungefährliche Form.
  • Die Forschung arbeitet derzeit instensiv an einer Impfung und an wirsamen Medikamenten. Dies braucht Zeit. Heute muss man davon ausgehen, dass wirksame Medikamente in 6 bis 24 Monaten auf den Markt kommen. Bis dahin haben nur wir es mit unserem Verhalten in der Hand, die Ausbreitung zu stoppen/verlangsamen.

Für das Gros der Bevölkerung sind Kontakte mit EINZELNEN Menschen nicht viel riskanter als früher. Hier ist die Situation durchaus mit der Grippe zu vergleichen. Und bitte Anna: Verbreite keine falschen oder veralteten Zahlen, denn damit versetzt du die Menschen nur unnötig in Panik. Genau so, wie das viele Medien derzeit machen. Diese Panik verursacht Kollateralschäden, die weit gefährlicher sind, als das Virus selbst! Wenn es so wäre, wie du eben geschrieben hast, müsstest du dich ganz schnell von deinem Prostitutionsjob verabschieden und dich in deinen eigenen vier Wänden einschliessen! Das ist aber nicht nötig, sofern du gesund bist!

Ich bevorzuge Fakten! Meine Zahlen und Aussagen sind nicht von mir - es sind die offiziellen Zahlen der WHO und vom BAG (Bundesamt für Gesundheitswesen):

  • Aktueller Stand am 11.3.2020 (12 Uhr) in der Schweiz: 645 statistisch erfasste Ansteckungen und 4 Todesfälle (die Todesfälle betraffen ausschliesslich chronisch kranke Menschen; die meisten in sehr forgeschrittemnem Alter). 
  • Die Sterblichkeitsrate von Erkrankten (NICHT der Gesamtbevölkerung)  liegt derzeit statistisch bei 0,35%. Wobei diese Statistik zu hoch greift, da ein grosser Teil der Infizierten gar nie statistisch erfasst werden konnte.  
  • Im chinesischen Wuhan nimmt die Ansteckungsrate laut WHO bereits massiv ab. 

Also nochmals: Rudelbumsen mit dutzenden von Personen in Grossbordellen oder grossen Swingerclubs ist im Moment eine schlechte Idee! Aber normale diskrete Sex-Abenteuer sind statistisch gesehen nicht nennenswert riskanter als früher - egal ob im Paysex oder privat. 

Marco
3
- Member aus Zug

11. März 2020 10:36


Claudio1: Ich stimme dir voll zu. Du hast sachlich und informativ orientiert. Deine Beiträge sind hilfreich und lesenswert.

innerschweizer
2
- Member aus Luzern

12. März 2020 00:17


Ich bin hin und her gerissen. Als Ingenieur teile ich voll und ganz die Aussagen von Claudio - welche sachlich sind und alles auf den Punkt bringen - als auch die Einwände von Anna. Wenn wir das Coronavirus mit der spanischen Grippe im letzten Jahrhundert vergleichen, dann ist der aktuelle Hype nicht nachvollziehbar.

Nur - und damit möchte ich einen neuen Aspekt einbringen - haben wir uns seit dem Ausbruch der spanischen Grippe um 1918 daran gewöhnt, dass es für alles und jedes ein Medikament gibt und dass wir darum doch quasi „unverletzlich“ sind, Wir sind es uns einfach nicht mehr gewohnt, dass sich eine Krankheit einfach nahezu unkontrolliert ausbreiten kann, zu grossen Einschränkungen im Leben führt und reagieren deshalb so verunsichert.

Dazu kommt noch die ganze wirtschaftliche Situation. Ich weiss aus meiner beruflichen Tätigkeit, dass schon viele Firmen grosse Probleme haben, weil Aufträge storniert werden, weil Ausgangsmaterialien nicht mehr geliefert werden, weil Firmeninhaber noch nicht wissen, wie sie die Aprillöhne ihrer Mitarbeiter zahlen sollen. 

Beide obigen Punkte erklären den ganzen Medienhype. Es herrscht eine sehr grosse Unsicherheit bezüglich der eigenen Gesundheit und auch der wirtschaftlichen Zukunft. Sogar in Quartierbeizen in Luzern ist der Umsatz um mehr als die Hälfte eingebrochen ... und dass wir unsere Produktion (z.B. Medikamente) in andere Kontinente ausgelagert haben, rächt sich nun. Der Einbruch im Gastrosektor ist nur der Start und weitere Hiobsbotschaften werden garantiert folgen.

Um wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Ich vermisse vor allem Eines. Alle haben nun Angst vor dem Coronavirus und fürchten sich anzustecken und verzichten auf Treffen. Macht ihr Euch bei Euren Besuchen auch Gedanken zu Grippeviren, Tripper usw. oder vertraut ihr da einfach den Medikamenten ? 

mit liebem Gruss - euer Innerschweizer

Claudio1
1
- Member aus Zürich

12. März 2020 06:52


Genau Innerschweizer: Das Virus selbst wird am Schluss weniger Schaden angerichtet haben, als die Panik vor ihm.

CH Milf Anna
5
- Sex in Lenzburg

12. März 2020 09:05


@innerschweizer du hast es sehr schön formuliert... und ich denke schon dass es schlussendlich daran liegt dass es keine Medikamente dafür gibt. denn für alles bekannte gibt es irgend eine Behandlung. zudem gehört die Grippe seit langem zu unserem Leben. Das Coronavirus ist für uns neu und unberechenbar. Wir wissen praktisch nichts darüber, ausser die Zahlen aus China, wenn die überhaupt stimmen.. denn im Moment wird laufend alles korrigiert. 

ja und natürlich gibt es auch hier gewinner und verlierer. Wir können lange diskutieren wer Schuld daran ist. Medien hin oder her.. die Situation ist die, dass wir lieber schnellst möglichst akzeptieren was da gerade los ist und einander Unterstützen statt zu diskutieren... 



Claudio1
1
- Member aus Zürich

12. März 2020 13:26


Hier das aktuellste Corona-Update (Stand 12.3.2020 um 12 Uhr). Keine Meinungen und Spekulationen, sondern Hard-Facts vom Bundesamt für Gesundheitswesen BAG: : 

  • 854 Corona-Infizierte in der Schweiz. 
  • Bisher 6 Tote in der Schweiz: Alle betagt und/oder chronisch krank:
     2.3.2020: zwei über 80-jährige im Kanton Tessin. Beide schon vorher krank
    11.3.2020: ein 54-jähriger Mann aus dem Kanton Basel-Landschaft- zuvor chronisch krank
    10.3.2020: eine über 80-jährige Frau aus dem Kanton Tessin
    8.3.2020: ein 76-jähriger Mann aus dem Kanton Basel-Landschaft
    5.3.2020: eine 74-jährige Frau aus dem Kanton Waadt

Es wird in den nächsten Tagen zu weiteren Infektionen und Todesfällen kommen, da die vom BAG eingeleiteten Massnahmen erst mit einer Verzögerung von rund 2 Wochen greifen, sofern sich die Bevölkerung an die Massnahmen hält (Hygiene-Regeln, social distancing und meiden von Massenanlässen). Danach ist mit einem ersten Abebben der Infektions-, Erkrankungs- und Todesrate zu rechnen. 

Noch ein paar persönliche Bemerkungen:
Jeder Tote ist ein Toter zuviel, auch wenn die Todesrate voraussichtlich unter der Todesrate der Grippe bleiben wird. Daher: Es gilt nun wirklich, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Bitte erschreckt nicht, falls das BAG in den nächsten Tagen Bordelle, Kinos (auch Sexkinos), Swingerclubs, Gay-Saunas und andere nicht erotische Einrichtungen, welche von vielen Menschen frequentiert werden, temporär schliessen lässt. Damit ist durchaus zu rechnen. Für die betroffenen Einrichtungen und Mitarbeiter/-innen ist das natürlich hart. Aber letztlich ist es leider unausweichlich, wenn wir die Krankheit schnell in den Griff bekommen wollen. In ein paar Wochen werden die Bordelle etc. wieder eröffnet und ihr könnt Eurer Lust wieder nachgehen. Und wer nicht so lange warten mag, besucht halt eine private Frau oder bestellt sich eine Escort (das gilt natürlich auch für Gay-Paysex-Kontakte). Dies wird erlaubt bleiben, da es nicht zu den gefährlichen Massenkontakten kommt.

sündig
3
- Sex in Zürich

12. März 2020 16:28


Auf ein vermindertes Risiko.

Auch ich halte es so. Ich kann von zuhause aus Arbeiten und die ganze Familie hält sich an die aufgestellten Hygiene-Regeln.

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Zweitwohnung mit sauberem Ambiente.

Gelegentliche Gäste. Da ich ebenfalls nicht im Discounter-Segment Arbeite.

- Definitiv kein Küssen.

- Blasen leider nur mit Gummi. Meine Herren, gefällt mir genau so wenig wie euch. Aber Vernunft geht vor!!!

- Desinfektionsmittel steht für Hände bereit.